Böken gehörte zum Zeitpunkt ihres Verschwindens zur 30-köpfigen Segelwache der Gorch Fock. Sie war von 20 bis 24 Uhr als Posten Ausguck auf der Back eingeteilt. Sie trug (wie auf Großseglern üblich) bei ihrer Wache weder Rettungsweste noch Signallampe oder GPS-Sender. Jenny Böken ging über Bord, als das Schiff kurz vor Mitternacht bei Windstärke sieben etwa 12 sm (22,2 km)
nördlich der Insel Norderney fuhr. Zeugen für die genauen Sturzumstände
vom Oberdeck gab es nicht, aber ein anderer Soldat sah einen „Schatten“
ins Meer fallen. Der Wachoffizier gab Mann-über-Bord-Alarm. Eine Rettungsboje
wurde ins Meer geworfen und das Schiff gestoppt. Nun drehte die Gorch
Fock und fuhr in Richtung der Position des Mann-über-Bord-Alarms. Über
Funk wurden Schiffe der Bundespolizei und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmiert. Die beiden motorisierten Bereitschaftsboote fuhren im Kielwasser der Gorch Fock zur vermerkten Position. In der Nacht wurde Böken nicht gefunden. Hubschrauber
der Bundeswehr und der niedersächsischen Polizei sowie
Seefernaufklärungsflugzeuge der Bundeswehr suchten das Seegebiet ab. Elf
Tage später, am 15. September 2008, wurde Bökens Leichnam von dem
Forschungsschiff Walther Herwig III etwa 65 sm (120,4 km) nordwestlich von Helgoland geborgen und durch die Wasserschutzpolizei dem Institut für Rechtsmedizin Kiel zugeführt.[3][4][5]
Strafrechtliche Ermittlungen
Die
genauen Todesumstände Bökens sind ungeklärt. Allerdings gab es Hinweise
auf gesundheitliche Einschränkungen. Der Vater Uwe Böken erklärte sich
zuletzt jedoch überzeugt, „dass Jenny nicht lebend über Bord gegangen
ist“, da die Obduktion ergeben habe, dass sich kein Wasser in ihrer
Lunge befand.[6]
Zuvor hatten die Eltern dem Schiffsarzt und dem Kommandanten
vorgeworfen, das Überbordgehen ihrer Tochter fahrlässig dadurch
herbeigeführt zu haben, dass der Arzt sie trotz ihrer gesundheitlichen
Beeinträchtigungen nicht vollständig vom Dienst ausschloss und der
Kommandant das wegen der Witterung und des Seegangs gebotene Anlegen
einer Rettungsweste oder des Toppsgurtes nicht anordnete. Die
Staatsanwaltschaft Kiel sah jedoch mangels ausreichenden Verdachts von
der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen fahrlässiger Tötung ab. Die Klageerzwingungsanträge der Eltern wurden am 12. Juni 2012 vom Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht verworfen.[7]
Hinsichtlich des Arztes sei der Antrag unbegründet, weil für Bökens
Überbordgehen zahlreiche andere Ursachen als gesundheitliche
Beeinträchtigungen denkbar seien.[8]
Hinsichtlich des Kommandanten sei der Antrag unzulässig, weil die
Tatsachen, welche die Erhebung der öffentlichen Klage begründen sollen,
und die Beweismittel entgegen § 172 Abs. 3 Satz 1 StPO
nicht in einer Weise vorgebracht worden seien, die dem
Oberlandesgericht eine Schlüssigkeitsprüfung ohne Rückgriff auf die
Ermittlungsakten ermögliche.[9] Die von den Eltern hinsichtlich des Arztes eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht
nicht zur Entscheidung angenommen. Ein hinreichender Tatverdacht sei
nach gewissenhaft durchgeführten Ermittlungen von Staatsanwaltschaft,
Generalstaatsanwaltschaft und Oberlandesgericht „in verfassungsrechtlich
nicht zu beanstandender Weise verneint worden“. [10]
Versorgungsrechtliches Verfahren
Im Dezember 2013 verklagten die Eltern die Bundesrepublik vor dem Verwaltungsgericht Aachen auf 40 000 Euro Entschädigung nach § 63a Abs. 3 Nr. 2 Soldatenversorgungsgesetz.[11] Diese Klage wurde am 22. Oktober 2014 abgewiesen.[12] Im Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster wurde nurmehr der vor dem 13. Dezember 2011 maßgebliche Betrag für Eltern von 20.000 Euro geltend gemacht.[13] Die mündliche Verhandlung fand am 14. September 2016 statt.[14]
Die Eltern machten geltend, dass der Wachdienst ihrer Tochter
angesichts der damaligen Witterungsbedingungen besonders
lebensgefährlich gewesen sei, zumal man ihre Tochter nicht individuell
gegen das Überbordfallen gesichert habe und sie auch nicht mit einer
Rettungsweste ausgestattet gewesen sei. Zudem sei die Reling auf der
Back teilweise zu niedrig gewesen, außerdem hätte Jenny Böken aus
Krankheitsgründen überhaupt keinen Dienst an Bord der Gorch Fock
verrichten dürfen. Die Marine hielt dem entgegen, dass es nach ihren
damaligen Vorgaben bei den zum Vorfallszeitpunkt herrschenden
Witterungsbedingungen nicht erforderlich gewesen sei, Rettungswesten
oder andere Sicherungsmittel zu tragen. Das Schiff habe bei geringen
Eigenbewegungen relativ ruhig im Wasser gelegen, gesundheitsbedingte
Hindernisse hätten nicht vorgelegen.[15] Das Berufungsgericht wies die Berufung zurück und ließ keine Revision zu.[16]
Gedenkplakette
Am 5. September 2014 brachte die Bundeswehr eine Gedenkplakette am Grab von Jenny Böken an.[17]
Jenny-Böken-Stiftung
Bökens Mutter Marlis gründete ein Jahr nach dem Vorfall vom September 2008 die Jenny-Böken-Stiftung,
die das erklärte Ziel hat, sich um in Not geratene Familien von
getöteten und gefallenen Soldatinnen und Soldaten zu kümmern sowie
Soldaten zu unterstützen, die infolge ihres Dienstes dienstunfähig
geworden sind.[18]
Jenny (18) stirbt auf Gorch Fock. Jetzt packt eine Kameradin aus: „Das war ein Zickenkrieg“
Aktualisiert:
Norderney
- Die Kadettin Jenny Böken ertrank während ihrer Nachtwache auf der
„Gorch Fock“. Eine Kollegin, die damals ebenfalls Wache hielt, enthüllt
erstmals Details zu den Ereignissen an Bord.
Mitten in der Nordsee
ereignete sich vor circa neun Jahren ein mysteriöser Unfall: Die junge
Kadettin Jenny Böken hielt gerade ihre Nachtwache auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“
ab, als sie kurz vor der Insel Norderney über Bord ging und ertrank -
und zwar ausgerechnet in der Nacht zum 4. September 2008. Denn am
Folgetag hätte die Sanitätsoffizier-Anwärterin der Deutschen Marine
ihren 19. Geburtstag gefeiert.
Trotzdem
herrschte elf Tage später bereits traurige Gewissheit: Im Rahmen einer
groß angelegten Suchaktion konnten Männer eines
Fischereiforschungsschiffs nordwestlich von Helgo Land Jenny Bökens
Leiche bergen.
Die Ursache ist bis heute ungeklärt
Die Eltern stehen seitdem vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel und rollen den Fall vor Gericht immer wieder auf. Berichten des Nachrichtenportals „n-tv“ zufolge ist es Marlis Böken ein persönliches Anliegen, endlich herauszufinden, „was in dieser Nacht eigentlich geschehen ist".
Vor
allem die Bundeswehr soll massiv in Verantwortung gezogen werden.
Offenbar gehen die Eltern weniger davon aus, dass eine übermutige Tat
ihrer Tochter deren Tod provoziert hatte - vielmehr vertreten sie die
Ansicht, dass die Bundeswehr ihr Kind besser hätte schützen müssen. Die
Eltern berufen sich dazu auf das sogenannte Soldatenversorgungsgesetz,
welches besagt, dass Eltern einen Anspruch auf Unterstützung haben, wenn
ihre Kinder bei der Berufsausübung unter besonderer Lebensgefahr
sterben.
Doch schon im Jahr 2014
wies das Aachener Verwaltungsgericht die von den Eltern geforderte
Entschädigung in Höhe von 40.000 Euro ab. Demnach sei die gesamte
Besatzung zu keinem Zeitpunkt einer besonderen Gefahr ausgesetzt worden.
Die Eltern klagten daraufhin erneut und zogen laut „Tagesspiegel“ 2016 zum mittlerweile sechsten Mal vor Gericht.
Im
Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster forderten
Marlis und Uwe Böken nunmehr eine Entschädigung in Höhe von 20.000 Euro -
und erreichten immerhin, dass vor wenigen Monaten erstmals auch der
damalige Kapitän sowie der Schiffsarzt öffentlich aussagten.
Doch auch der sechste Versuch in Folge blieb letztendlich erfolglos: Laut NDR
wurden die Eltern weder für ihren Verlust entschädigt, noch konnte die
Aussagen des Prozesses zutage führen, warum Jenny wirklich sterben
musste.
Nun meldet sich Bökens Kollegin zu Wort
Umso
brisanter erscheint es da, dass sich kürzlich eine der Kadettinnen
äußerte, die zum Zeitpunkt des folgenschweren Unfalls ebenfalls an Bord
war und gemeinsam mit Böken Wache hielt.
Im Gespräch mit dem „Stern“
erklärt die anonyme Matrosin, dass sie „schätzungsweise zehn nach halb
zwölf“ Schreie von Steuerbord gehört habe. Der Posten „Rettungsboje“
habe schließlich das alarmierende Kommando „Mann über Bord“
ausgelöst: "Wir haben die Segel in Trichterstellung gebracht, weil man
so ein Boot nicht einfach anhalten kann. Haben gezogen an den Tampen,
als gäb's kein Morgen mehr."
Ein Befehl von oben, der kaum zu befolgen war
Schließlich
wurden die Kameradinnen angewiesen, sich wieder Schlafen zu legen - ein
Ding der Unmöglichkeit, wie sich herausstellte: "Das hat natürlich
nicht funktioniert. Es war so komisch, dass wir alle in unseren
Hängematten lagen, nur sie halt nicht. Wir haben immer rausgeschaut
durchs Bullauge und Angst gehabt, dass sie da vorbeischwimmt. Wir haben
richtige Horrorvorstellungen gehabt."
Dennoch
wurde danach kaum über die verlorene Kameradin gesprochen, geschweige
denn gemeinsam getrauert. Erst als ein Militärpfarrer die Kadettinnen
aufsuchte, kam es zur allgemeinen, verbalen Konfrontation mit dem Thema.
Das Gespräch gipfelte allerdings schon bald in einem Streit: "Da haben
sich die Mädels gegenseitig beschuldigt: Als es passiert ist, warst du
doch auch nicht traurig, da brauchst du auch nicht so zu tun. Das war
ein Zickenkrieg“, berichtet die ehemalige Marinesoldatin.
„Tod einer Kadettin“: Jenny Bökens Geschichte im Spielfilm
Obwohl
Jenny Böken bereits vor neun Jahren verstarb, ist ihre Geschichte noch
immer allgegenwärtig: Die renommierten Dokumentarfilmer Hannah und
Raymond Ley arbeiteten ihre Geschichte kürzlich in einem Spielfilm auf. Die ARD strahlt das Drama
„Tod einer Kadettin“, für das die Autoren die Umstände des Todes
detailliert nachrecherchierten, am Mittwoch um 20.15 Uhr aus. Im
Anschluss folgt dann die Dokumentation „Der Fall Gorch Fock. Die
Geschichte der Jenny Böken“. sl
Warum
war kein Wasser in der Lunge der tot aus der Nordsee geborgenen
Kadettin Jenny Böken? Ihre Eltern vermuten, dass die 18-Jährige bereits
tot war, als sie ins Wasser stürzte. Viele Fragen zu der Tragödie von
2008 halten sie bis heute für offen.
Die
Marine-Kadettin Jenny Böken steht an Bord des Segelschulschiffes Gorch
Fock. Am 3. September 2008 ist sie tot.
Mehr als acht Jahre nach dem Tod der "Gorch Fock"-Kadettin Jenny Böken,
18, ist nach Ansicht der Eltern der Fall trotz mehrerer
Gerichtsprozesse nicht aufgeklärt. "Wir halten es für
hochwahrscheinlich, dass Jenny schon an Bord zu Tode gekommen ist, das
würde auch erklären, warum sie kein Wasser in der Lunge hatte", sagte
Vater Uwe Böken in Geilenkirchen. "Einem Unfalltod durch Ertrinken, wie
es die Obduktion als wahrscheinlichste Todesursache ergeben haben soll,
widersprechen mehrere Ungereimtheiten", betonte auch Mutter Marlis
Böken.
An diesem Mittwoch zeigt das Erste das Drama "Tod einer
Kadettin" (20.15 Uhr) und im Anschluss die Dokumentation "Der Fall Gorch
Fock - die Geschichte der Jenny Böken" (21.45 Uhr). Böken hatte am 3.
September 2008 Nachtwache auf dem Segelschulschiff der Marine. Kurz vor
Mitternacht soll ein Schrei gehört worden sein, dann hieß es, jemand sei
über Bord gegangen. Die Leiche wurde am 15. September 2008 bei
Helgoland in der Nordsee entdeckt.
Parka oder kein Parka?
"Ein Mitarbeiter des Forschungsschiffs "Walter Herwig III" - es
hatte den Leichnam geborgen - berichtete, Jenny sei mit ihrem
Marineparka aus dem Wasser gezogen worden", sagte Uwe Böken. Später hieß
es, zur Obduktion sei Jenny in Sweatshirt und Marinehose gebracht worden, von einem Parka keine Spur mehr.
"Für
mich drängt sich die Schlussfolgerung auf, alles sollte so aussehen,
dass Jenny im Wasser noch lebte und sich des Parkas entledigt habe, um
besser schwimmen zu können", sagte der Vater. "Wenn man sie mit Parka in
der Nordsee
findet und sie kein Wasser in der Lunge hat, hätte jeder Staatsanwalt
davon ausgehen müssen, dass sie schon tot war, als sie ins Wasser fiel."
Eltern von Jenny Böken glauben an einen Streich
Die
Eltern glauben nicht an einen Mord, "aber es könnte ein Streich einer
Clique gewesen sein, die Jenny auf der "Gorch Fock" möglicherweise
irgendetwas in den Tee getan hat". Ihre Tochter habe bei der Marine
immer wieder darüber geklagt, extrem müde zu sein und einzuschlafen -
"ein Phänomen, das sie vorher niemals hatte", sagte Böken.
Möglicherweise könnte dies mit den zahlreichen Impfungen bei der
Bundeswehr zusammenhängen. Das renommierte Paul-Ehrlich-Institut in
Langen bei Frankfurt habe noch keine abschließende Einschätzung zu
dieser These eines Mediziners gegeben.
Seit mehr als acht Jahren warten die Eltern auf ein Paket, das die Marine nach Jennys Tod
abgeschickt haben will. Darin sollen Gegenstände aus dem abschließbaren
persönlichen Wertfach aus Jennys Spind gewesen sein. "In dem Fach hätte
auch das persönliche Tagebuch liegen müssen", sagte Marlis Böken.
"Bekommen haben wir nur Jennys dienstliches Tagebuch, auf das auch
Vorgesetzte Einblick hatten."
Mutter
Marlis, Vater Uwe Böken (m.) und der Verteidiger Rainer Dietz (l.)
sitzen am 14. September 2016 in einem Sitzungssaal vom
Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster
Auch dieses enthalte manche
Passagen über Mobbing auf der "Gorch Fock". Über ihr persönliches
Tagebuch habe Jenny sinngemäß gesagt, "ihr werdet euch wundern, was ich
da noch alles drin aufgeschrieben habe". Auf der Internetseite
jenny-boeken.de hat der Vater sämtliche Ungereimtheiten akribisch
dargestellt.
Ein Sprecher der Marine wollte sich auf Anfrage
zu Details des Falls nicht mehr äußern. Es handle sich um ein schweres
Schicksal für die Eltern, mit denen man tief mitfühle. In mehreren
Gerichtsprozessen sei das Geschehen juristisch aufgearbeitet worden, die
Ermittlungen seien abgeschlossen.
Dagegen hoffen die Eltern,
"dass von den rund 200 Menschen, die damals an Bord waren, einige doch
noch die Kraft finden und endlich berichten, was in der Todesnacht
wirklich passierte".
Neue Zeugenaussage im Fall Jenny Böken
Bis
heute ist ungeklärt, warum die Kadettin Jenny Böken in der Nacht vom 3.
auf den 4. September 2008 über Bord der "Gorch Fock" ging und starb.
Nun äußert sich zum ersten Mal außerhalb der Ermittlungen eine der
Kadettinnen, die damals mit an Bord war.
Aus ihren Aussagen gegenüber stern-Autor
Malte Herwig ergibt sich ein Bild der Stimmung, die nach dem Vorfall
unter den jungen Offiziersanwärterinnen herrschte, eine Mischung aus
kollektiver Panik und individueller Gleichgültigkeit.
Die
Kadettin, die zur selben Zeit wie Böken Wache an Deck hatte, berichtet,
sie habe "schätzungsweise zehn nach halb zwölf" Schreie von Steuerbord
gehört. Dann habe der Posten "Rettungsboje" etwas gesehen, und das
Kommando "Mann über Bord" sei ausgelöst worden: "Wir haben die Segel in
Trichterstellung gebracht, weil man so ein Boot nicht einfach anhalten
kann. Haben gezogen an den Tampen, als gäb's kein Morgen mehr."
"Wir haben immer rausgeschaut durchs Bullauge und Angst gehabt, dass sie da vorbeischwimmt"
Schließlich
bekamen sie und ihre Kameradinnen den Befehl, unter Deck zu gehen und
zu schlafen. "Das hat natürlich nicht funktioniert. Es war so komisch,
dass wir alle in unseren Hängematten lagen, nur sie halt nicht. Wir
haben immer rausgeschaut durchs Bullauge und Angst gehabt, dass sie da
vorbeischwimmt. Wir haben richtige Horrorvorstellungen gehabt."
Dennoch
schien von den Kadettinnen niemand über den Verlust der Kameradin zu
trauern. Erst als die Marine einen Militärpfarrer zur Betreuung
schickte, sei es zum Streit gekommen, wie die ehemalige Kadettin
berichtet: "Da haben sich die Mädels gegenseitig beschuldigt: Als es
passiert ist, warst du doch auch nicht traurig, da brauchst du auch
nicht so zu tun. Das war ein Zickenkrieg."
Die ARD arbeitet den Fall jetzt in fiktionalisierter Form in dem Film "Tod einer Kadettin“ auf (Das Erste, 5. April 20:15 Uhr).
Man sagt es ja immer wieder: Über Tote sollte man aus
Respekt vor den Toten nicht schlecht reden. Sie können sich ja gegen
Anschuldigungen nicht wehren. Und so verliere ich über den Tod von denjenigen
OGV Thomas Onnen – der sich seinerzeit als Vertreter des Rechtsstaates und
seiner Justiz mit den Übeltätern des Yacht-Clubs Wilhelmshaven, namentlich mit dem Vereinsvorstand Jörg Schinzer, verbündete und verbrüderte zum
Schaden des Opfers, des Geschädigten und seines Eigentums – nur zwei
abschließende Zitate. Und das zweite ist:
Gerechtigkeit bedeutet
auch, daß Gott an dieser Seiner Welt so handelt, daß Er Seine Normen, Gesetze
und Ordnungen aufrechterhält und durchsetzt und Abweichung davon richtet. Der
gerechte Gott wird die Zuwiderhandlung dagegen ahnden und die angemessenen
Konsequenzen folgen lassen.
Menschen, die in Gebiete reisen, wo nur
Kriminelle und Terroristen das Sagen haben und wo keine
Rechtsordnung zu erwarten ist, sondern nur Kriegswirren herrschen, Menschen, die aus leichtsinniger Abenteuerlust oder aus sonstigen irrsinnigen Gründen sich des sehenden Auges bewusst und
absichtlich in Lebensgefahr begeben, Menschen, die bereitwillig und ohne Not alles tun, um in die Arme des Todes zu fallen... solchen Menschen, die ihr Schicksal derart zielstrebig herausfordern, kann und soll nicht
geholfen werden. Sie sind ein unheilbarer sog. hoffnungsloser Fall.
Jerzy
Chojnowski
Skipper
Ruhe
in Frieden (lat. Requiescat in pace, abgekürzt R.I.P.)
Die
Elbphilharmonie, besser bekannt als die Dauerbaustelle an der Elbe alias
der 110
Meter hohe Skandalbau der Hansestadt Hamburg - trotz ihrer stolzen Höhe
fast unsichtbar für Passanten und Besucher, weil gut versteckt hinter
der primitiven
Allerweltsarchitektur an der Kehrwiederspitze - öffnet heute offiziell
ihre
Tore mit einem Eröffnungskonzert. 790 Millionen Euro (plus laufende Betriebskosten) sind der Preis des neuen Hamburger Wahrzeichens und des guten
Klangs in direkter Nachbarschaft zum lärmenden Schiffs- und Industriebetrieb des
Hamburger Hafens. Sie lasten mit ihren dafür verbauten 200 000 Tonnen auf den morastigen Untergrund des Elbufers.Na denn, Prost, wer
nix hat de host!
PS.
Zu den zwei Hamburger Mythen über die sog. schönste
Stadt der Welt und über den sog. ehrbaren
Hamburger Kaufmann - die liebend gerne täglich die Hamburger
Lügenpresse, ein jeder Hamburger Ästhetik-Banause und Parvenü lancieren -
gesellt sich ab heute ein neuer Mythos von der Deutschlands Freiheitsstatue, die nun die
Elbphilharmonie symbolisieren sollte. All diese maßlosen Übertreibungen haben
eines in sich: Sie sind genauso unsinnig wie unwahr und unhaltbar.
Noch
schneller als Hamburg nach dem Krieg seine Fleete also Teil seiner
maritimen
Identität zuschüttete, brachte der Hamburger Senat unter der
christlich-demokratischen
Ole-von-Beust-Leitung die Erinnerung an die Hamburger Tsunami-Opfer 2004
zum
Verschwinden und löschte sie rasch und effizient vom kollektiven
Gedächtnis der Hansestaat aus.
Uns, den Opfern des menschengemachten Tsunami-Massakers, zu dessen
Herbeiführung
Deutschland und seine maritimen Sicherheitsdienste ihren eigenen Anteil
leisteten, blies
nach der Rückkehr aus Thailand am Hamburger Flughafen nur der eiskalte
und steife
Wind ins Gesicht. Eine Hilfe für die Opfer suchten wir damals vergebens;
und sie ist auch heute noch nicht in Sicht. Dabei ist gerade der Umgang
mit den Opfern des Staatsversagens der
Lackmustest und Prüfstein für das Funktionieren eines Rechtsstaates.
Auch
Hamburg ist bei dem Test der Humanität und Rechtsstaatlichkeit kläglich,
sträflich und unentschuldbar durchgefallen.
Deutschlands
Handelsflotte gehört zu den größten weltweit. Hunderte von Schiffen,
darunter auch deutsche, kreuzen täglich unterwegs auf einer der
verkehrsreichsten Schifffahrtsroute der Welt die seismisch permanent
hochaktive Erdbebenzone des Sundagrabens in Richtung Malakka Straße und
umgekehrt. Auch die blind-taub-stummen Bummelanten zur See alias die
Deutsche Marine war schon damals im weltweiten Einsatz auf der Suche
nach Osama bin Laden und seinen Kumpanen. Unmittelbar akut bedroht waren
durch das gigantische Seebeben und den dadurch ausgelösten
transozenaischen Tsunami Schiffe und dicht bevölkerte Küsten, an deren
Hotelstränden Hunderttausende Touristen aus der ganzen Welt ihren Urlaub
verbrachten. Die vorhandene technische und organisatorische
Infrastruktur zur globalen maritimen Kommunikation (insbesondere im
Notfall) Das Global Maritime Distress and Safety System (GMDSS) - das weltweite Seenot- und Sicherheitsfunksystem - war vorhanden. Es ist
eine Zusammenfassung von technischen Einrichtungen, Dienststellen und
Regeln zur weltweiten Hilfe bei Seenotfällen und zur Sicherung der
Schifffahrt. GMDSS wurde im Rahmen von SOLAS, dem internationalen
Abkommen über die Sicherheit des Lebens auf See, eingerichtet. Über das System war es beispielsweise möglich, mittels INMARSAT-Enhanced Group Calls (EGC)an
alle INMARSAT C Terminals (womit alle ausrüstungspflichtige Schiffe per
Gesetz und viele andere zur Sicherheit ausgerüstet sind)
Sicherheitsinformationen/Maritime Safety Information
(MSI) im Rahmen der SafetyNET- und FleetNet-Prozedur zu verbreiten. Die Übermittlung entsprechender behördlicher Warnungen (Sécurité-Warnungen/Sicherheitsmeldungen) per Seefunk via INMARSAT und NAVTEX direkt an alle Schiffe (all ships) im Indischen Ozean und an die dortigen Operatoren der NAVAREAS und die Weitergabe dieser Warnungen mittels Funksprüche durch Schiffe an die Küstenfunkstellen und zwischen den Schiffen untereinander hätte zur Minderung der katastrophalen Folgen dieser vermeidbaren menschengemachten Katastrophe (Opferzahl
und desaströse Schadensfälle an Schiffen infolge Kenterung und
Strandung) wesentlich beitragen können. All das, was nicht hätte
unterbleiben dürfen, unterblieb unter krimineller, ja verbrecherischer
Verletzung des internationalen Seerechts (SOLAS) und der Regeln der Guten Seemannspraxis.
Nicht nur die Überlebenden des Desasters und die Hinterbliebenen, sondern auch jeder ehrbare und aufgeklärte Bürger Hamburgs,
einer Stadt mit jahrhundertelanger maritimer Tradition, erwarteten von
ihren politischen Vertretern und Lenkern dieser Stadt, dass diese
Katastrophe, die durch ein außerordentlich starkes Seebeben im maritimen Element, dem Indischen Ozean, ihren Ursprung hatte, dass
dieser Katastrophe, die nicht zuletzt aufgrund der Fahrlässigkeit und
Untätigkeit maritimer (auch in Hamburg ansässiger) Sicherheitsbehörden
(nämlich des Bundesamtes für Schifffahrt und Hydrographie, BSH) ihren Lauf nahm, dass gerade
dieser Katastrophe, die mit einem Leichenberg deutscher Bundesbürger
endete, gerade die Hansestaat Hamburg die größte Aufmerksamkeit bei
ihrer Aufarbeitung beimessen wird. Nichts dergleichen ist geschehen!
Wie ist das zu erklären?
Vollends versagt haben schließlich nicht nur das Bundesverkehrsministerium
(das kriminell fahrlässig nicht für entsprechende Notfallpläne für den
transozeanischen Notfall sorgte) und sein maritimer Hamburger Ableger (BSH)
sondern auch der in Hamburg beheimatete Verband Deutscher Reeder (VDR)
samt seiner darin zusammengeschlossenen Reedereien, die ebenfalls in
Hamburg ansässige International Union of Marine Insurance (IUMI) samt
ihren Mitgliedern: Allianz AG/Allianz Global Corporate & Specialty
(AGCS), übrigens auchmit einem Büro in Hamburg vertreten und Munich Re’s Marine Division sowie nicht zuletzt der zweite
Ableger des o.g. Bundesministeriums, die Bundesstelle für
Seeunfalluntersuchung (BSU) - ein korrupter Haufen untätiger und inkompetenter
Taugenichtse (die keine Untersuchung der maritimen Aspekte des verhängnisvollen Versagens vornahmen); darüber hinaus die Seenotleitung MRCC Bremen und das Havariekommando,
das sich stolz und hochtrabend Central Command for Maritime Emergencies
nennt, mit seinem Maritimen Lagezentrum (MLZ), um die wichtigsten
hiesigen zivilen Akteure des Totalversagens im maritimen Bereich zu nennen.
Darüber hinaus freilich unsere Bummelanten im Indischen Ozean, die Deutsche
Marine im Dauersuff und Langzeiturlaub zur See, damals im Dezember 2004 in
leitender Funktion an der Spitze eines multinationalen
NATO-Schiffsverbandes: Fregatte <Mecklenburg-Vorpommern, F 218>
(Schiff der Schande!) bei der Operation Enduring Freedom (OEF) am Horn von
Afrika. Dafür zeichnete das dysfunktionale Bundesverteidigungsministerium
verantwortlich, sprich ein veritabler Trümmerhaufen, darunter: das Einsatzführungskommando
der Bundeswehr (EinsFüKdoBw), Kommando Strategische Aufklärung
(KSA), Streitkräfteunterstützungskommando (SKUKdo), Geoinformationsdienst
der Bundeswehr (GeoInfoDBw), Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr
(AGeoBw), Flottenkommando Glücksburg und dort insbesondere:
Befehlshaber der Flotte, Chef des Stabes, Abteilung Nachrichtengewinnung und
Aufklärung, Geoinformationsdienst im Flottenkommando, Director Operation,
Einsatzführung und Führungsunterstützung.
Gezwungenermaßen kommen
wir schließlich abermals
auf das einleitend erwähnte kriminelle Bundesverkehrsministeriums (wo
seit 2004 - wie auch die VW-Betrugsaffäre evident zeigte - sich
monströse Mengen an krimineller Energie ansammelten) und seine
ministerielle Teufelsausgeburt in dessen Geschäftsbereich, nämlich auf
den Deutschen
Wetterdienst (DWD). Neben der Zentrale in Offenbach am Main gibt es sechs
weitere Regionalzentralen, darunter in Hamburg, die Außenstelle unter dem
Namen: DWD - Niederlassung Hamburg – Seewetteramt. Die
Hauptaufgabe des DWD (2600 Beschäftigte und 280 Millionen Jahresetat) ist es im
Amtsidiotenjargon: die Erbringung von
Dienstleistungen für die Allgemeinheit einschließlich des vorbeugenden
Hochwasserschutzes, die meteorologische Sicherung der Luft- und Seefahrt, die
Herausgabe von amtlichen Warnungen über Wettererscheinungen, die zu einer
Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung führen können, insbesondere
in Bezug auf drohende Hochwassergefahrendurch Verbreitung meteorologischer Daten, Produkte und
Spezialdienstleistungen, insbesondere der Warnungen. Im Rahmen seiner Aufgaben
unterstützt der Deutsche Wetterdienst die Länder bei der Durchführung ihrer
Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes. Im allgemeinverständlichen
Deutsch ist die wichtigste Aufgabe des DWD, vor wetterbedingten und allen
anderen vitalen Gefahren zu warnen, die auf Naturereignisse oder
lebensgefährliche bzw. gesundheitsschädigende Beeinflussung der Umwelt
zurückzuführen sind - soweit die hehren Ziele und die Ehrfurcht einflößende
Theorie.
Die
graue Praxis sieht indes weniger glanzvoll aus. An dieser Stelle wäre
vielleicht zur Klarstellung eine Erklärung angebracht, nämlich: Was hat
eine Wetterbehörde mit Tsunami-Warnungen zu tun? Die Antwort darauf ist
kurz: Sehr viel. Das liegt zum einen daran, dass auch Tsunamis
geophysikalischen Naturereignissen folgen und ihre zerstörerischen
Folgen an Land (Überflutung, Verwüstung, Massensterben) so sehr anderen
Flutkatastrophen ähneln (Hochwasser, Sturmflut), mit dem Unterschied,
dass die Verheerungen in der Regel viel schneller geschehen und noch
viel verhängnisvoller sind. Und zum anderen liegt es an Geld. Anstatt
also extra nur auf Tsunami-Warnungen spezialisierte Behörden zu bilden,
entschloss man sich, diese Dienststellen bei den nationalen Wetter- bzw.
Ozeanographiebehörden anzusiedeln, die ja ohnehin die Pflicht haben,
rund um die Uhr die Natur und Umwelt zu beobachten und bei drohender
Naturgefahr für Leib und Leben Alarm zu schlagen. So ist das bei der amerikanischen Wetter- und
Ozeanographiebehörde:
National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), so ist das im
Falle der Japan Meteorological Agency (JMA) und beim Thai Meteorological
Department (TMD) - sie sind für Tsunami-Warnungen zuständig und
verantwortlich. Das Ergebnis dessen, wie dies am 26. Dezember 2004 bei
der NOAA, JMA, TMD und DWD funktionierte, war ein Berg aus 300.000
Leichen, darunter waren über 550 deutsche Bundesbürger und insgesamt ein
paar Tausend Touristen. Der kriminelle DWD-Saustall rührte nach dem
monströsen Seebeben im Sundagraben keinen Finger, um entsprechende
Warnungen an die deutschen Inlands- und Auslandsmedien (Rundfunk und
Fernsehen) sofort durchzugeben, obgleich gerade diese damals zwar nicht
die einzigen aber sehr wohl die wichtigsten waren, um die breite
Öffentlichkeit in Deutschland und die deutschen Touristen im Ausland
wirksam vor der drohenden Lebensgefahr zu warnen. Es hat sich jedoch
herausgestellt, dass im Kollektiven Bürokratischen Freizeitpark, zu dem ausnahmslos alle deutschen Sicherheitsbehörden gehören, statt pflichtgemäß zu arbeiten und für die Sicherheit
des Bürgers zu sorgen, dass dort bei den nicht dienstbereiten Pennern,
Schlampern und Taugenichtsen im Dauerkoma, Dauerurlaub oder Dauersuff
nur geschlampt, gepennt und außer einer Alibi-Beschäftigung gar nicht
pflichtgemäß gearbeitet wird.
Als sich am zweiten Weihnachtstag 2004 das zeitlich (8-10 Minuten) und räumlich (1400-1600 km) längste Beben überhaupt und das (seit Mai 1960) zweitstärkste je registrierte Beben der Magnitude 9.3 ereignete,
ein weltweit in wenigen Minuten registriertes und lokalisiertes
Monsterbeben, das ein Energieequivalent von Millionen der
Hiroshimabomben freisetzte und einen gewaltigen transozeanischen Tsunami
auslöste, war am 26. Dezember 2004 all
diese geballte maritime Kraft im zivilen und militärischen Sektor, die
für die maritime Sicherheit zu sorgen hatte und den Steuerzahler mit
Unsummen belastete also nicht in der Lage, im ozeanweiten Katastrophenfall untereinander und mit den übrigen zuständigen ausländischen GMDSS-Akteuren zu kommunizieren, den Katastrophenfall auszulösen und dabei - als Bestandteile des weltweiten Schiffswarndienstes und Seenot- und Sicherheitsfunksystems (GMDSS)
- dringende und wirksame Warnungen vor dem drohenden Tsunami an die
Schifffahrt und an die bedrohten Länder zu übermitteln. Zur globalen
zivilen und militärischen Satellitenkommunikation auf See standen der
INMARSAT IOR-Satellit und die europäischen MilSatCom-Systeme (Syracuse, Skynet, Sicral, SatComBw) bereit.
NICHTS HAT FUNKTIONIERT! DAS KOLLEKTIVE VERSAGEN VOR, WÄHREND UND NACH DER KATASTROPHE WAR TOTAL. DIE KRIMINELL FAHRLÄSSIG UNTERLASSENE HILFELEISTUNG DEUTSCHLANDS IM KATASTROPHENFALL AN DIE AHNUNGS-, ARG- UND HILFLOSEN LANDSLEUTE WAR EIN VERBRECHEN DES STAATES GEGEN SEINE BÜRGER UND GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT!
Hamburg
hat dabei fleißig und kriminell mitgemacht - nicht zum ersten Mal. Dabei hat
sich gezeigt, dass es überhaupt keine Rolle spielt, wo sich die Flutkatastrophe
ereignet: im fernen Thailand oder mitten in der Stadt. Bei der Sturmflut vom
16./17. Februar 1962 kam es zu einer Flutkatastrophean
der deutschen Nordseeküste. Ungeachtet
der Flutkatastrophe von 1953 (Hollandsturmflut mit über 1800 Todesopfern
in den
Niederlanden) wurden Elbdeiche nicht erhöht und viele andere hielten den
Fluten
nicht stand. Insgesamt waren 340 Tote zu beklagen. Hamburg war mit 315
Todesopfern (deren Namen bis heute keiner kennt und keiner gedenkt -
Stichwort: Deutsche barbarische Erinnerungs- und Gedenkkultur)
außergewöhnlich schwer betroffen. Ursächlich für das Ausmaß der
Katastrophe in
Hamburg waren gravierende städtebauliche und verwaltungsorganisatorische
Mängel, konkret technisch unzureichende und sich teilweise in einem
schlechten
Pflegezustand befindliche Deiche und andere
Hochwasserschutzeinrichtungen,
fehlende Notfallvorsorge für den Katastrophenfall, fehlendes
Krisenmanagement,
organisatorisches Chaos und schlichte behördliche Schlamperei.
Aus
dieser Lektion wurden keine Lehren gezogen. Um das akut bedrohte Leben
der
deutschen Bürger und Steuerzahler, die den Behördensaustall finanzieren
und am Leben halten, kümmerte sich 1962 und 42 Jahre später im Jahre
2004 keine behördliche
hanseatische und keine sonstige Sau. In den thailändischen zum Bersten
vollen Hotels, die überall den Empfang der Deutschen Welle
TV gewährleisteten, war es sogar möglich, vor dem kommenden Tod direkt
im
Hotelzimmer zu warnen. Trotz zweistündiger Vorwarnzeit kam von dem
kriminellen
Saustall in der deutschen Heimat kein Alarmzeichen, jedwede Warnung
unterblieb. So konnte
das Tsunami-Desaster 2004 seinen Lauf nehmen und seine blutige Ernte
einfahren. Das deutsche Volk hat mit Hunderten Getöteten und Tausenden Betroffenen einen hohen Blutzoll zahlen müssen
und die hierzulande Verantwortlichen für das Tsunami-Massaker haben
jede Menge Dreck am Stecken, weshalb die deutsche Tsunamiopfer-Liste
durch die kriminelle Bundesregierung bis heute unter Verschluss gehalten
wird.
Das
ist unsere auf maritime Aspekte orientierte und auf Deutschland
bezogene Erklärung dafür, warum es damals nach unabwendbaren
katastrophalen Naturereignissen (Seebeben, Tsunami) zu einer abwendbaren
menschengemachten, sprich in Entstehung und Ausmaß von Menschen
verschuldeten Tsunami-Katastrophe kam und wo nach Tätern, Mittätern und
Schuldigen, die klar benennbar sind, gesucht werden muss, nämlich vor
allem in den eigenen Reihen. Der hanseatische
und bundesdeutsche Saustall unterscheidet sich eben in vielerlei
Hinsicht nicht im Geringsten vom
gewöhnlichen Schweinestall. Und in diesem Schweinestall gibt es sehr
viele Schlächter und Verbrecher, an deren Händen Blut ihrer
massakrierten Landsleute klebt und die dafür in keiner Weise und zwar
weder dienstlich noch politisch und weder zivilrechtlich noch
strafrechtlich belangt wurden - ein zivilisatorischer Bruch mit der Moral und den Normen des Rechtsstaates und eine Schande des Jahrhunderts!
Deutschland - nach Selbstauskunft und
Eigendarstellung die großartigste Demokratie der Welt schlechthin - hat 35
Jahre lang seine Kriegsverbrechen verdrängt und unter der Decke gehalten und
seine Opfer gedemütigt, verhöhnt und mit ihrem Schicksal allein gelassen. Den
deutschen Tsunami-Opfern 2004 ist nicht anders ergangen: Mauern, Vertuschung,
Lügen in der Lügenpresse, Rechtsbruch durch Verweigerung der Gerechtigkeit und
Aufklärung und bösartige Unterlassung der Hilfeleistung an die Überlebenden und
Hinterbliebene. Sowohl
der Hamburger Senat als auch die Hamburger Bürgerschaft taten nichts, um die verhängnisvolle in Entstehung und Ausmaß von Menschen
herbeigeführte Katastrophe, in der auch Hamburger Bürger gewaltsam und grausam umkamen,
aufzuarbeiten. Wie die Nazis mit der Wahrheit und mit ihren Opfern umgegangen
sind, weiß jeder... Nicht jeder weiß allerdings, wie dies konkret in Hamburg
geschah: ein wenig glanzvolles und ruhmreiches Kapitel in der Geschichte der Hansestadt, die sich selbst als Tor zur Welt
definiert (noch ein Mythos!)... adäquat wäre: Tor zur Welt der NS-Vergangenheit. Dieses dunkle Kapitel fand nach dem
Tsunami-Desaster am 26. Dezember
2004 - der größten deutschen humanitären Katastrophe in der
Nachkriegszeit - hier in Hamburg seine skandalöse, beschämende und
blamable Fortsetzung.
Der neue US-Präsident Trump fragte
in einem anderen Kontext heute:
“Are we living in Nazi Germany?”
Darauf antworten wir:
We are living here, Mr. Trump, more precisely speaking in Post-Nazi Germany.
Und speziell auf Hamburg, einer Stadt mit vielen Leichen im Keller,
bezogen: Außen hui, innen pfui!
Die Bilder der HELENA im Sommer 2015 zeigen ein verwildertes mit allerlei Gerümpel umstelltes Liegeplatzgrundstück und ein verwittertes Schiff im forgeschrittenen Stadium des Verfalls. Mangels Belüftung und Heizung kam es zur Schimmelbildung am Schiff und Inventar. Das ist das Zerstörungswerk des Mobbing-Vereins namens Yacht-Club
Wilhelmshaven e.V. und seiner kriminellen Clique, die den Verein leitet
und allen Ahnungslosen seine Gemeinnützigkeit vorgaukelt.