Powered By Blogger

Freitag, 7. April 2017

MÖRDER DER DEUTSCHEN MARINE UNTER UNS

Jenny Böken

Jenny Böken am 15. August 2008 als Kadettin auf der "Gorch Fock".

Jenny Böken (* 5. September 1989 in Langenfeld; † 4. September 2008 in der Nordsee vor der Insel Norderney) war eine Sanitätsoffizier-Anwärterin der Deutschen Marine. Sie tat zuletzt Dienst auf dem Segelschulschiff Gorch Fock, von dem sie gegen Mitternacht am 3./4. September 2008 über Bord ging.[1] Ihr Leichnam wurde elf Tage später vor Helgoland geborgen und am 24. September 2008 im Wohnort Teveren der Familie beigesetzt.[2]

Todesumstände

Böken gehörte zum Zeitpunkt ihres Verschwindens zur 30-köpfigen Segelwache der Gorch Fock. Sie war von 20 bis 24 Uhr als Posten Ausguck auf der Back eingeteilt. Sie trug (wie auf Großseglern üblich) bei ihrer Wache weder Rettungsweste noch Signallampe oder GPS-Sender. Jenny Böken ging über Bord, als das Schiff kurz vor Mitternacht bei Windstärke sieben etwa 12 sm (22,2 km) nördlich der Insel Norderney fuhr. Zeugen für die genauen Sturzumstände vom Oberdeck gab es nicht, aber ein anderer Soldat sah einen „Schatten“ ins Meer fallen. Der Wachoffizier gab Mann-über-Bord-Alarm. Eine Rettungsboje wurde ins Meer geworfen und das Schiff gestoppt. Nun drehte die Gorch Fock und fuhr in Richtung der Position des Mann-über-Bord-Alarms. Über Funk wurden Schiffe der Bundespolizei und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmiert. Die beiden motorisierten Bereitschaftsboote fuhren im Kielwasser der Gorch Fock zur vermerkten Position. In der Nacht wurde Böken nicht gefunden. Hubschrauber der Bundeswehr und der niedersächsischen Polizei sowie Seefernaufklärungsflugzeuge der Bundeswehr suchten das Seegebiet ab. Elf Tage später, am 15. September 2008, wurde Bökens Leichnam von dem Forschungsschiff Walther Herwig III etwa 65 sm (120,4 km) nordwestlich von Helgoland geborgen und durch die Wasserschutzpolizei dem Institut für Rechtsmedizin Kiel zugeführt.[3][4][5]

Strafrechtliche Ermittlungen

Die genauen Todesumstände Bökens sind ungeklärt. Allerdings gab es Hinweise auf gesundheitliche Einschränkungen. Der Vater Uwe Böken erklärte sich zuletzt jedoch überzeugt, „dass Jenny nicht lebend über Bord gegangen ist“, da die Obduktion ergeben habe, dass sich kein Wasser in ihrer Lunge befand.[6] Zuvor hatten die Eltern dem Schiffsarzt und dem Kommandanten vorgeworfen, das Überbordgehen ihrer Tochter fahrlässig dadurch herbeigeführt zu haben, dass der Arzt sie trotz ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht vollständig vom Dienst ausschloss und der Kommandant das wegen der Witterung und des Seegangs gebotene Anlegen einer Rettungsweste oder des Toppsgurtes nicht anordnete. Die Staatsanwaltschaft Kiel sah jedoch mangels ausreichenden Verdachts von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen fahrlässiger Tötung ab. Die Klageerzwingungsanträge der Eltern wurden am 12. Juni 2012 vom Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht verworfen.[7] Hinsichtlich des Arztes sei der Antrag unbegründet, weil für Bökens Überbordgehen zahlreiche andere Ursachen als gesundheitliche Beeinträchtigungen denkbar seien.[8] Hinsichtlich des Kommandanten sei der Antrag unzulässig, weil die Tatsachen, welche die Erhebung der öffentlichen Klage begründen sollen, und die Beweismittel entgegen § 172 Abs. 3 Satz 1 StPO nicht in einer Weise vorgebracht worden seien, die dem Oberlandesgericht eine Schlüssigkeitsprüfung ohne Rückgriff auf die Ermittlungsakten ermögliche.[9] Die von den Eltern hinsichtlich des Arztes eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen. Ein hinreichender Tatverdacht sei nach gewissenhaft durchgeführten Ermittlungen von Staatsanwaltschaft, Generalstaatsanwaltschaft und Oberlandesgericht „in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise verneint worden“. [10]

Versorgungsrechtliches Verfahren

Im Dezember 2013 verklagten die Eltern die Bundesrepublik vor dem Verwaltungsgericht Aachen auf 40 000 Euro Entschädigung nach § 63a Abs. 3 Nr. 2 Soldatenversorgungsgesetz.[11] Diese Klage wurde am 22. Oktober 2014 abgewiesen.[12] Im Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster wurde nurmehr der vor dem 13. Dezember 2011 maßgebliche Betrag für Eltern von 20.000 Euro geltend gemacht.[13] Die mündliche Verhandlung fand am 14. September 2016 statt.[14] Die Eltern machten geltend, dass der Wachdienst ihrer Tochter angesichts der damaligen Witterungsbedingungen besonders lebensgefährlich gewesen sei, zumal man ihre Tochter nicht individuell gegen das Überbordfallen gesichert habe und sie auch nicht mit einer Rettungsweste ausgestattet gewesen sei. Zudem sei die Reling auf der Back teilweise zu niedrig gewesen, außerdem hätte Jenny Böken aus Krankheitsgründen überhaupt keinen Dienst an Bord der Gorch Fock verrichten dürfen. Die Marine hielt dem entgegen, dass es nach ihren damaligen Vorgaben bei den zum Vorfallszeitpunkt herrschenden Witterungsbedingungen nicht erforderlich gewesen sei, Rettungswesten oder andere Sicherungsmittel zu tragen. Das Schiff habe bei geringen Eigenbewegungen relativ ruhig im Wasser gelegen, gesundheitsbedingte Hindernisse hätten nicht vorgelegen.[15] Das Berufungsgericht wies die Berufung zurück und ließ keine Revision zu.[16]

Gedenkplakette

Am 5. September 2014 brachte die Bundeswehr eine Gedenkplakette am Grab von Jenny Böken an.[17]

Jenny-Böken-Stiftung

Bökens Mutter Marlis gründete ein Jahr nach dem Vorfall vom September 2008 die Jenny-Böken-Stiftung, die das erklärte Ziel hat, sich um in Not geratene Familien von getöteten und gefallenen Soldatinnen und Soldaten zu kümmern sowie Soldaten zu unterstützen, die infolge ihres Dienstes dienstunfähig geworden sind.[18]

Verfilmung

Der Fernsehfilm Tod einer Kadettin des Regisseurs Raymond Ley, der am 5. April 2017 im Ersten gezeigt wurde, basiert auf dem Fall der Jenny Böken.[19] Unmittelbar im Anschluss daran wurde die halbstündige Dokumentation Der Fall Gorch Fock zu demselben Thema gesendet.
 https://de.wikipedia.org/wiki/Jenny_B%C3%B6ken

Gorch Fock

 ###########


Jenny (18) stirbt auf Gorch Fock. Jetzt packt eine Kameradin aus: „Das war ein Zickenkrieg“


Norderney - Die Kadettin Jenny Böken ertrank während ihrer Nachtwache auf der „Gorch Fock“. Eine Kollegin, die damals ebenfalls Wache hielt, enthüllt erstmals Details zu den Ereignissen an Bord.
Update vom 4. April 2017: Was geschah wirklich in der Nacht, in der Jenny Böken auf der „Gorch Fock“ starb. Die ARD zeigt am Mittwochabend einen Spielfilm über das Todesdrama auf der Gorch Fock.
Mitten in der Nordsee ereignete sich vor circa neun Jahren ein mysteriöser Unfall: Die junge Kadettin Jenny Böken hielt gerade ihre Nachtwache auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ ab, als sie kurz vor der Insel Norderney über Bord ging und ertrank - und zwar ausgerechnet in der Nacht zum 4. September 2008. Denn am Folgetag hätte die Sanitätsoffizier-Anwärterin der Deutschen Marine ihren 19. Geburtstag gefeiert.
Trotzdem herrschte elf Tage später bereits traurige Gewissheit: Im Rahmen einer groß angelegten Suchaktion konnten Männer eines Fischereiforschungsschiffs nordwestlich von Helgo Land Jenny Bökens Leiche bergen.

Die Ursache ist bis heute ungeklärt

Die Eltern stehen seitdem vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel und rollen den Fall vor Gericht immer wieder auf. Berichten des Nachrichtenportals „n-tv“ zufolge ist es Marlis Böken ein persönliches Anliegen, endlich herauszufinden, „was in dieser Nacht eigentlich geschehen ist". 
Vor allem die Bundeswehr soll massiv in Verantwortung gezogen werden. Offenbar gehen die Eltern weniger davon aus, dass eine übermutige Tat ihrer Tochter deren Tod provoziert hatte - vielmehr vertreten sie die Ansicht, dass die Bundeswehr ihr Kind besser hätte schützen müssen. Die Eltern berufen sich dazu auf das sogenannte Soldatenversorgungsgesetz, welches besagt, dass Eltern einen Anspruch auf Unterstützung haben, wenn ihre Kinder bei der Berufsausübung unter besonderer Lebensgefahr sterben. 
Doch schon im Jahr 2014 wies das Aachener Verwaltungsgericht die von den Eltern geforderte Entschädigung in Höhe von 40.000 Euro ab. Demnach sei die gesamte Besatzung zu keinem Zeitpunkt einer besonderen Gefahr ausgesetzt worden.
Die Eltern klagten daraufhin erneut und zogen laut „Tagesspiegel“ 2016 zum mittlerweile sechsten Mal vor Gericht. 
Im Berufungsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster forderten Marlis und Uwe Böken nunmehr eine Entschädigung in Höhe von 20.000 Euro - und erreichten immerhin, dass vor wenigen Monaten erstmals auch der damalige Kapitän sowie der Schiffsarzt öffentlich aussagten.
Doch auch der sechste Versuch in Folge blieb letztendlich erfolglos: Laut NDR wurden die Eltern weder für ihren Verlust entschädigt, noch konnte die Aussagen des Prozesses zutage führen, warum Jenny wirklich sterben musste.  

Nun meldet sich Bökens Kollegin zu Wort 

Umso brisanter erscheint es da, dass sich kürzlich eine der Kadettinnen äußerte, die zum Zeitpunkt des folgenschweren Unfalls ebenfalls an Bord war und gemeinsam mit Böken Wache hielt. 
Im Gespräch mit dem „Stern“ erklärt die anonyme Matrosin, dass sie „schätzungsweise zehn nach halb zwölf“ Schreie von Steuerbord gehört habe. Der Posten „Rettungsboje“ habe schließlich das alarmierende Kommando „Mann über Bord“ ausgelöst: "Wir haben die Segel in Trichterstellung gebracht, weil man so ein Boot nicht einfach anhalten kann. Haben gezogen an den Tampen, als gäb's kein Morgen mehr."

Ein Befehl von oben, der kaum zu befolgen war

Schließlich wurden die Kameradinnen angewiesen, sich wieder Schlafen zu legen - ein Ding der Unmöglichkeit, wie sich herausstellte: "Das hat natürlich nicht funktioniert. Es war so komisch, dass wir alle in unseren Hängematten lagen, nur sie halt nicht. Wir haben immer rausgeschaut durchs Bullauge und Angst gehabt, dass sie da vorbeischwimmt. Wir haben richtige Horrorvorstellungen gehabt."
Dennoch wurde danach kaum über die verlorene Kameradin gesprochen, geschweige denn gemeinsam getrauert. Erst als ein Militärpfarrer die Kadettinnen aufsuchte, kam es zur allgemeinen, verbalen Konfrontation mit dem Thema. Das Gespräch gipfelte allerdings schon bald in einem Streit: "Da haben sich die Mädels gegenseitig beschuldigt: Als es passiert ist, warst du doch auch nicht traurig, da brauchst du auch nicht so zu tun. Das war ein Zickenkrieg“, berichtet die ehemalige Marinesoldatin.  

„Tod einer Kadettin“: Jenny Bökens Geschichte im Spielfilm

Obwohl Jenny Böken bereits vor neun Jahren verstarb, ist ihre Geschichte noch immer allgegenwärtig: Die renommierten Dokumentarfilmer Hannah und Raymond Ley arbeiteten ihre Geschichte kürzlich in einem Spielfilm auf.  Die ARD strahlt das Drama „Tod einer Kadettin“, für das die Autoren die Umstände des Todes detailliert nachrecherchierten, am Mittwoch um 20.15 Uhr aus. Im Anschluss folgt dann die Dokumentation „Der Fall Gorch Fock. Die Geschichte der Jenny Böken“. sl
https://www.tz.de/welt/tote-kadettin-eine-kollegin-schildert-erstmals-geschehnisse-zr-8054057.html
##########

Eltern von Jenny Böken glauben nicht an Unfalltod

Warum war kein Wasser in der Lunge der tot aus der Nordsee geborgenen Kadettin Jenny Böken? Ihre Eltern vermuten, dass die 18-Jährige bereits tot war, als sie ins Wasser stürzte. Viele Fragen zu der Tragödie von 2008 halten sie bis heute für offen.



Die Marine-Kadettin Jenny Böken steht an Bord des Segelschulschiffes Gorch Fock.
Die Marine-Kadettin Jenny Böken steht an Bord des Segelschulschiffes Gorch Fock. Am 3. September 2008 ist sie tot.
Mehr als acht Jahre nach dem Tod der "Gorch Fock"-Kadettin , 18, ist nach Ansicht der Eltern der Fall trotz mehrerer Gerichtsprozesse nicht aufgeklärt. "Wir halten es für hochwahrscheinlich, dass Jenny schon an Bord zu Tode gekommen ist, das würde auch erklären, warum sie kein Wasser in der Lunge hatte", sagte Vater Uwe Böken in Geilenkirchen. "Einem Unfalltod durch Ertrinken, wie es die Obduktion als wahrscheinlichste Todesursache ergeben haben soll, widersprechen mehrere Ungereimtheiten", betonte auch Mutter Marlis Böken.
An diesem Mittwoch zeigt das Erste das Drama "Tod einer Kadettin" (20.15 Uhr) und im Anschluss die Dokumentation "Der Fall Gorch Fock - die Geschichte der Jenny Böken" (21.45 Uhr). Böken hatte am 3. September 2008 Nachtwache auf dem Segelschulschiff der Marine. Kurz vor Mitternacht soll ein Schrei gehört worden sein, dann hieß es, jemand sei über Bord gegangen. Die Leiche wurde am 15. September 2008 bei Helgoland in der Nordsee entdeckt.

Parka oder kein Parka?

"Ein Mitarbeiter des Forschungsschiffs "Walter Herwig III" - es hatte den Leichnam geborgen - berichtete, Jenny sei mit ihrem Marineparka aus dem Wasser gezogen worden", sagte Uwe Böken. Später hieß es, zur sei Jenny in Sweatshirt und Marinehose gebracht worden, von einem Parka keine Spur mehr.
"Für mich drängt sich die Schlussfolgerung auf, alles sollte so aussehen, dass Jenny im Wasser noch lebte und sich des Parkas entledigt habe, um besser schwimmen zu können", sagte der Vater. "Wenn man sie mit Parka in der findet und sie kein Wasser in der Lunge hat, hätte jeder Staatsanwalt davon ausgehen müssen, dass sie schon tot war, als sie ins Wasser fiel."

Eltern von Jenny Böken glauben an einen Streich

Die Eltern glauben nicht an einen Mord, "aber es könnte ein Streich einer Clique gewesen sein, die Jenny auf der "Gorch Fock" möglicherweise irgendetwas in den Tee getan hat". Ihre Tochter habe bei der Marine immer wieder darüber geklagt, extrem müde zu sein und einzuschlafen - "ein Phänomen, das sie vorher niemals hatte", sagte Böken. Möglicherweise könnte dies mit den zahlreichen Impfungen bei der Bundeswehr zusammenhängen. Das renommierte Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt habe noch keine abschließende Einschätzung zu dieser These eines Mediziners gegeben.

Seit mehr als acht Jahren warten die Eltern auf ein Paket, das die Marine nach Jennys abgeschickt haben will. Darin sollen Gegenstände aus dem abschließbaren persönlichen Wertfach aus Jennys Spind gewesen sein. "In dem Fach hätte auch das persönliche Tagebuch liegen müssen", sagte Marlis Böken. "Bekommen haben wir nur Jennys dienstliches Tagebuch, auf das auch Vorgesetzte Einblick hatten."

Mutter Marlis, Vater Uwe Böken (m.) und der Verteidiger Rainer Dietz
Mutter Marlis, Vater Uwe Böken (m.) und der Verteidiger Rainer Dietz (l.) sitzen am 14. September 2016 in einem Sitzungssaal vom Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster

Mobbing auf der Gorch Fock

Auch dieses enthalte manche Passagen über Mobbing auf der "Gorch Fock". Über ihr persönliches Tagebuch habe Jenny sinngemäß gesagt, "ihr werdet euch wundern, was ich da noch alles drin aufgeschrieben habe". Auf der Internetseite jenny-boeken.de hat der Vater sämtliche Ungereimtheiten akribisch dargestellt.
Ein Sprecher der Marine wollte sich auf Anfrage zu Details des Falls nicht mehr äußern. Es handle sich um ein schweres Schicksal für die Eltern, mit denen man tief mitfühle. In mehreren Gerichtsprozessen sei das Geschehen juristisch aufgearbeitet worden, die Ermittlungen seien abgeschlossen.
Dagegen hoffen die Eltern, "dass von den rund 200 Menschen, die damals an Bord waren, einige doch noch die Kraft finden und endlich berichten, was in der Todesnacht wirklich passierte".

Neue Zeugenaussage im Fall Jenny Böken

Bis heute ist ungeklärt, warum die Kadettin Jenny Böken in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008  über Bord der "Gorch Fock" ging und starb. Nun äußert sich zum ersten Mal außerhalb der Ermittlungen eine der Kadettinnen, die damals mit an Bord war.
Aus ihren Aussagen gegenüber -Autor Malte Herwig ergibt sich ein Bild der Stimmung, die nach dem Vorfall unter den jungen Offiziersanwärterinnen herrschte, eine Mischung aus kollektiver Panik und individueller Gleichgültigkeit.
Die Kadettin, die zur selben Zeit wie Böken Wache an Deck hatte, berichtet, sie habe "schätzungsweise zehn nach halb zwölf" Schreie von Steuerbord gehört. Dann habe der Posten "Rettungsboje" etwas gesehen, und das Kommando "Mann über Bord" sei ausgelöst worden: "Wir haben die Segel in Trichterstellung gebracht, weil man so ein Boot nicht einfach anhalten kann. Haben gezogen an den Tampen, als gäb's kein Morgen mehr."

"Wir haben immer rausgeschaut durchs Bullauge und Angst gehabt, dass sie da vorbeischwimmt"

Schließlich bekamen sie und ihre Kameradinnen den Befehl, unter Deck zu gehen und zu schlafen. "Das hat natürlich nicht funktioniert. Es war so komisch, dass wir alle in unseren Hängematten lagen, nur sie halt nicht. Wir haben immer rausgeschaut durchs Bullauge und Angst gehabt, dass sie da vorbeischwimmt. Wir haben richtige Horrorvorstellungen gehabt."
Dennoch schien von den Kadettinnen niemand über den Verlust der Kameradin zu trauern. Erst als die Marine einen Militärpfarrer zur Betreuung schickte, sei es zum Streit gekommen, wie die ehemalige Kadettin berichtet: "Da haben sich die Mädels gegenseitig beschuldigt: Als es passiert ist, warst du doch auch nicht traurig, da brauchst du auch nicht so zu tun. Das war ein Zickenkrieg."
Die ARD arbeitet den Fall jetzt in fiktionalisierter Form in dem Film " einer Kadettin“ auf (Das Erste, 5. April 20:15 Uhr).
http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/gorch-fock--eltern-von-jenny-boeken-glauben-nicht-an-unfall-7396342.html

DER LOHN DES FREVELS




So sagt es die Heilige Schrift:
„Der Lohn der Sünde ist der Tod“
(Römer 6,23).


Man sagt es ja immer wieder: Über Tote sollte man aus Respekt vor den Toten nicht schlecht reden. Sie können sich ja gegen Anschuldigungen nicht wehren. Und so verliere ich über den Tod von denjenigen OGV Thomas Onnen – der sich seinerzeit als Vertreter des Rechtsstaates und seiner Justiz mit den Übeltätern des Yacht-Clubs Wilhelmshaven, namentlich mit dem Vereinsvorstand Jörg Schinzer, verbündete und verbrüderte zum Schaden des Opfers, des Geschädigten und seines Eigentums – nur zwei abschließende Zitate. Und das zweite ist:

Gerechtigkeit bedeutet auch, daß Gott an dieser Seiner Welt so handelt, daß Er Seine Normen, Gesetze und Ordnungen aufrechterhält und durchsetzt und Abweichung davon richtet. Der gerechte Gott wird die Zuwiderhandlung dagegen ahnden und die angemessenen Konsequenzen folgen lassen.


Montag, 27. Februar 2017

HOFFNUNGSLOSER FALL



dpaMenschen, die in Gebiete reisen, wo nur Kriminelle und Terroristen das Sagen haben und wo keine Rechtsordnung zu erwarten ist, sondern nur Kriegswirren herrschen, Menschen, die aus leichtsinniger Abenteuerlust oder aus sonstigen irrsinnigen Gründen sich des sehenden Auges bewusst und absichtlich in Lebensgefahr begeben, Menschen, die bereitwillig und ohne Not alles tun, um in die Arme des Todes zu fallen... solchen Menschen, die ihr Schicksal derart zielstrebig herausfordern, kann und soll nicht geholfen werden. Sie sind ein unheilbarer sog. hoffnungsloser Fall.

Jerzy Chojnowski
Skipper
 
Ruhe in Frieden (lat. Requiescat in pace, abgekürzt R.I.P.)

Ein Foto, das am 07.11.2017 vom Philippines Armed Forces Western Mindanao Command (WESTMINCOM), einer Anti-Terrorismus-Einheit der philippinischen Streitkräfte auf Mindanao, zur Verfügung gestellt wurde, zeigt philippinische Soldaten, die in der Nähe der Insel Laparan eine verlassene Jacht mit der Aufschrift «Rockall» und einer deutsche Flagge bergen.© Westmincom/dpa Ein Foto, das am 07.11.2017 vom Philippines Armed Forces Western Mindanao Command (WESTMINCOM), einer Anti-Terrorismus-Einheit der philippinischen Streitkräfte auf Mindanao, zur Verfügung gestellt wurde…
Manila (dpa) - Auf den Philippinen hat die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf am Montag ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung ihrer deutschen Geisel zeigen soll. Der 70 Jahre alte Mann war im November entführt worden. Deutsche Sicherheitskreise gehen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur davon aus, dass der Mann tatsächlich tot ist. Vonseiten der Bundesregierung gab es zunächst keine Stellungnahme.
Der Mann war vor mehr als drei Monaten auf einer Segeltour zusammen mit seiner Lebensgefährtin überfallen und verschleppt worden. Die 59 Jahre alte Frau wurde damals bereits getötet.
Eine offizielle Bestätigung für den Tod des Mannes gab es zunächst nicht. Ein Berater des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, Jesus Dureza, hatte aber bereits am Sonntag gesagt: «Trotz andauernder Bemühungen von Gruppen und Sicherheitskräften habe ich Berichte über die angebliche Enthauptung einer deutschen Geisel auf Jolo am Sonntagnachmittag erhalten.»
Der Mann war auf der Insel Jolo im Südwesten des Inselstaats gefangen gehalten worden, die als Hochburg der Terrorgruppe gilt. Das letzte Lebenszeichen stammte von Mitte Februar, als er in einer Videobotschaft um Hilfe flehte. Abu Sayyaf hatte mit seiner Ermordung gedroht, falls nicht bis Sonntag 08.00 Uhr MEZ ein Lösegeld von 30 Millionen philippinischen Pesos (rund 570 000 Euro) bezahlt werde. Die philippinische Regierung selbst bezahlt in der Regel keine Lösegelder.
Das Paar war im Juni 2008 schon einmal überfallen worden. Damals hatten schwerbewaffnete Piraten vor Somalia das deutsche Paar verschleppt. Erst nach annähernd zwei Monaten kamen die beiden damals frei. Nach Presseberichten wurden damals 600 000 US-Dollar Lösegeld gezahlt. Offiziell gab es dafür aber nie eine Bestätigung.
Abu Sayyaf hat nach Schätzungen etwa zwei Dutzend weitere Geiseln in ihrer Gewalt. Kurz vor Ablauf der Frist hatte die philippinische Luftwaffe trotz der Gefahr für die Geisel Verstecke der Terrorgruppe angegriffen. In der Region werden etwa 60 Kämpfer vermutet. Wie ein Militärsprecher mitteilte, bereiteten sich Bodentruppen auch eine Offensive auf Jolo vor.
Im Süden der mehrheitlich katholischen Philippinen kämpfen muslimische Separatisten seit den 1960er Jahren für Autonomie. Unter dem Einfluss von Al-Kaida entstand 1991 die Organisation Abu Sayyaf («Schwertträger»), die die Bevölkerung mit Anschlägen terrorisiert und ihren Kampf mit der Entführung von Ausländern und Lösegelderpressungen finanziert. 2014 schwor sie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue.
Die Gruppe trat schon mehrfach mit brutalen Aktionen in Erscheinung: Im Jahr 2000 entführte sie 21 Touristen von einer Taucherinsel in Malaysia auf die Philippinen. Darunter war eine deutsche Familie, die erst nach Monaten im Dschungel gegen Lösegeld freikam.
2004 starben bei einem Anschlag auf eine Fähre auf den Philippinen 116 Menschen. 2014 entführte sie ein deutsches Paar von seiner Segeljacht und lies es erst nach Monaten frei. In diesem Jahr wurden zwei Kanadier entführt und enthauptet - angeblich, weil kein Lösegeld gezahlt wurde.
(dpa, 27. Februar 2017)


Sonntag, 15. Januar 2017

PREIS DES GUTEN KLANGS




11. Januar 2017


An: feedback.german@dw.de; info@phoenix.de; info@3sat.de; fernsehen@ndr.de; kontakt@ard-hauptstadtstudio.de; fernsehen@br.de; hr-fernsehen@hr.de; Publikumsservice@mdr.de; zuschauerredaktion@radiobremen.de; service-redaktion@rbb-online.de ; zuschauerredaktion@sr-online.de; tv@swr.de; publikumsstelle@wdr.de; info@DasErste.de; bgs@alternativefuer.de; bundespraesidialamt@bpra.bund.de; mail@bundestag.de; posteingang-bsu@bsh.de; dberg@munichre.com; posteingang@bsh.de; seeschifffahrt@dwd.de; dwd.hamburg@dwd.de; info@dwd.de; buergerinfo@bmvi.bund.de; vdr@reederverband.de; lars.lange@iumi.com; agcs.communication.germany@allianz.com; info@seenotretter.de; info@havariekommando.de; poststelle@bmvg.bund.de; marine@bundeswehr.org; Bürgerbüro; service@hk24.de; andreas.meier@sk.hamburg.de; info@bild.de; briefe@abendblatt.de; redaktion@welt.de; leserbriefe@zeit.de; spiegel_online@spiegel.de; ndr@ndr.de;  info@zdf.de; direkt@bayern.de; presse@stk.bayern.de; info@stoiber.de; info@elbphilharmonie.de; oeffentlichkeitsservice@bk.hamburg.de; praesidentin@bk.hamburg.de

Die Elbphilharmonie, besser bekannt als die Dauerbaustelle an der Elbe alias der 110 Meter hohe Skandalbau der Hansestadt Hamburg - trotz ihrer stolzen Höhe fast unsichtbar für Passanten und Besucher, weil gut versteckt hinter der primitiven Allerweltsarchitektur an der Kehrwiederspitze - öffnet heute offiziell ihre Tore mit einem Eröffnungskonzert. 790 Millionen Euro (plus laufende Betriebskosten) sind der Preis des neuen Hamburger Wahrzeichens und des guten Klangs in direkter Nachbarschaft zum lärmenden Schiffs- und Industriebetrieb des Hamburger Hafens. Sie lasten mit ihren dafür verbauten 200 000 Tonnen auf den morastigen Untergrund des Elbufers. Na denn, Prost, wer nix hat de host!

Jerzy Chojnowski
Chairman-GTVRG e.V.
www.gtvrg.de
 

PS. Zu den zwei Hamburger Mythen über die sog. schönste Stadt der Welt und über den sog. ehrbaren Hamburger Kaufmann - die liebend gerne täglich die Hamburger Lügenpresse, ein jeder Hamburger Ästhetik-Banause und Parvenü lancieren - gesellt sich ab heute ein neuer Mythos von der Deutschlands Freiheitsstatue, die nun die Elbphilharmonie symbolisieren sollte. All diese maßlosen Übertreibungen haben eines in sich: Sie sind genauso unsinnig wie unwahr und unhaltbar.
Noch schneller als Hamburg nach dem Krieg seine Fleete also Teil seiner maritimen Identität zuschüttete, brachte der Hamburger Senat unter der christlich-demokratischen Ole-von-Beust-Leitung die Erinnerung an die Hamburger Tsunami-Opfer 2004 zum Verschwinden und löschte sie rasch und effizient vom kollektiven Gedächtnis der Hansestaat aus. Uns, den Opfern des menschengemachten Tsunami-Massakers, zu dessen Herbeiführung Deutschland und seine maritimen Sicherheitsdienste ihren eigenen Anteil leisteten, blies nach der Rückkehr aus Thailand am Hamburger Flughafen nur der eiskalte und steife Wind ins Gesicht. Eine Hilfe für die Opfer suchten wir damals vergebens; und sie ist auch heute noch nicht in Sicht. Dabei ist gerade der Umgang mit den Opfern des Staatsversagens der Lackmustest und Prüfstein für das Funktionieren eines Rechtsstaates. Auch Hamburg ist bei dem Test der Humanität und Rechtsstaatlichkeit kläglich, sträflich und unentschuldbar durchgefallen. 

Deutschlands Handelsflotte gehört zu den größten weltweit. Hunderte von Schiffen, darunter auch deutsche, kreuzen täglich unterwegs auf einer der verkehrsreichsten Schifffahrtsroute der Welt die seismisch permanent hochaktive Erdbebenzone des Sundagrabens in Richtung Malakka Straße und umgekehrt. Auch die blind-taub-stummen Bummelanten zur See alias die Deutsche Marine war schon damals im weltweiten Einsatz auf der Suche nach Osama bin Laden und seinen Kumpanen. Unmittelbar akut bedroht waren durch das gigantische Seebeben und den dadurch ausgelösten transozenaischen Tsunami Schiffe und dicht bevölkerte Küsten, an deren Hotelstränden Hunderttausende Touristen aus der ganzen Welt ihren Urlaub verbrachten. Die vorhandene technische und organisatorische Infrastruktur zur globalen maritimen Kommunikation (insbesondere im Notfall) Das Global Maritime Distress and Safety System (GMDSS)  - das weltweite Seenot- und Sicherheitsfunksystem - war vorhanden. Es ist eine Zusammenfassung von technischen Einrichtungen, Dienststellen und Regeln zur weltweiten Hilfe bei Seenotfällen und zur Sicherung der Schifffahrt. GMDSS wurde im Rahmen von SOLAS, dem internationalen Abkommen über die Sicherheit des Lebens auf See, eingerichtet. Über das System war es beispielsweise möglich, mittels INMARSAT-Enhanced Group Calls (EGC) an alle INMARSAT C Terminals (womit alle ausrüstungspflichtige Schiffe per Gesetz und viele andere zur Sicherheit ausgerüstet sind) Sicherheitsinformationen/Maritime Safety Information (MSI) im Rahmen der SafetyNET- und FleetNet-Prozedur zu verbreiten. Die Übermittlung entsprechender behördlicher Warnungen (Sécurité-Warnungen/Sicherheitsmeldungen) per Seefunk via INMARSAT und NAVTEX direkt an alle Schiffe (all ships) im Indischen Ozean  und an die dortigen Operatoren der NAVAREAS und die Weitergabe dieser Warnungen mittels Funksprüche durch Schiffe  an die Küstenfunkstellen und zwischen den Schiffen untereinander hätte zur Minderung der katastrophalen Folgen dieser vermeidbaren menschengemachten Katastrophe (Opferzahl und desaströse Schadensfälle an Schiffen infolge Kenterung und Strandung)  wesentlich beitragen können. All das, was nicht hätte unterbleiben dürfen, unterblieb unter krimineller, ja verbrecherischer Verletzung des internationalen Seerechts  (SOLAS) und der Regeln der Guten Seemannspraxis. 

Nicht nur die Überlebenden des Desasters und die Hinterbliebenen, sondern auch jeder ehrbare und aufgeklärte Bürger  Hamburgs, einer Stadt mit jahrhundertelanger maritimer Tradition,  erwarteten von ihren politischen Vertretern und Lenkern dieser Stadt, dass diese Katastrophe, die durch ein außerordentlich starkes Seebeben im maritimen Element, dem Indischen Ozean,  ihren Ursprung hatte, dass dieser Katastrophe, die nicht zuletzt aufgrund der Fahrlässigkeit und Untätigkeit maritimer (auch in Hamburg ansässiger) Sicherheitsbehörden (nämlich des Bundesamtes für Schifffahrt und Hydrographie, BSH) ihren Lauf nahm, dass gerade dieser Katastrophe, die mit einem Leichenberg deutscher Bundesbürger endete, gerade die Hansestaat Hamburg die größte Aufmerksamkeit bei ihrer Aufarbeitung beimessen wird. Nichts dergleichen ist geschehen! 

Wie ist das zu erklären? 

Vollends versagt haben schließlich nicht nur das Bundesverkehrsministerium (das kriminell fahrlässig nicht für entsprechende Notfallpläne für den transozeanischen Notfall sorgte) und sein maritimer Hamburger Ableger (BSH) sondern auch der in Hamburg beheimatete Verband Deutscher Reeder (VDR) samt seiner darin zusammengeschlossenen Reedereien, die ebenfalls in Hamburg ansässige International Union of Marine Insurance (IUMI) samt ihren Mitgliedern: Allianz AG/Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), übrigens auch mit einem Büro in Hamburg vertreten und Munich  Re’s  Marine  Division sowie nicht zuletzt der zweite Ableger des    o.g. Bundesministeriums, die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) - ein korrupter Haufen untätiger und inkompetenter Taugenichtse (die keine Untersuchung der maritimen Aspekte des verhängnisvollen Versagens vornahmen); darüber hinaus die Seenotleitung MRCC Bremen und das Havariekommando, das sich stolz und hochtrabend Central Command for Maritime Emergencies nennt,  mit seinem Maritimen Lagezentrum (MLZ), um die wichtigsten hiesigen zivilen Akteure des Totalversagens im maritimen Bereich zu nennen. Darüber hinaus freilich unsere Bummelanten im Indischen Ozean, die Deutsche Marine im Dauersuff und Langzeiturlaub zur See, damals im Dezember 2004 in leitender Funktion  an der Spitze eines multinationalen NATO-Schiffsverbandes: Fregatte <Mecklenburg-Vorpommern, F 218> (Schiff der Schande!) bei der Operation Enduring Freedom (OEF) am Horn von Afrika. Dafür zeichnete das dysfunktionale Bundesverteidigungsministerium verantwortlich, sprich ein veritabler Trümmerhaufen, darunter: das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw),  Kommando Strategische Aufklärung (KSA), Streitkräfteunterstützungskommando (SKUKdo), Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw), Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr (AGeoBw), Flottenkommando Glücksburg und dort insbesondere: Befehlshaber der Flotte, Chef des Stabes, Abteilung Nachrichtengewinnung und Aufklärung, Geoinformationsdienst im Flottenkommando, Director Operation, Einsatzführung und Führungsunterstützung. 

Gezwungenermaßen kommen wir schließlich abermals auf das einleitend erwähnte kriminelle Bundesverkehrsministeriums (wo seit 2004 - wie auch die VW-Betrugsaffäre evident zeigte - sich monströse Mengen an krimineller Energie ansammelten) und seine ministerielle Teufelsausgeburt in dessen Geschäftsbereich, nämlich auf den Deutschen Wetterdienst (DWD). Neben der Zentrale in Offenbach am Main gibt es sechs weitere Regionalzentralen, darunter in Hamburg, die Außenstelle unter dem Namen: DWD - Niederlassung Hamburg – Seewetteramt. Die Hauptaufgabe des DWD (2600 Beschäftigte und 280 Millionen Jahresetat) ist es im Amtsidiotenjargon: die Erbringung von Dienstleistungen für die Allgemeinheit einschließlich des vorbeugenden Hochwasserschutzes, die meteorologische Sicherung der Luft- und Seefahrt, die Herausgabe von amtlichen Warnungen über Wettererscheinungen, die zu einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung führen können, insbesondere in Bezug auf drohende Hochwassergefahren durch Verbreitung meteorologischer Daten, Produkte und Spezialdienstleistungen, insbesondere der Warnungen. Im Rahmen seiner Aufgaben unterstützt der Deutsche Wetterdienst die Länder bei der Durchführung ihrer Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes. Im allgemeinverständlichen Deutsch ist die wichtigste Aufgabe des DWD, vor wetterbedingten und allen anderen vitalen Gefahren zu warnen, die auf Naturereignisse oder lebensgefährliche bzw. gesundheitsschädigende Beeinflussung der Umwelt zurückzuführen sind - soweit die hehren Ziele und die Ehrfurcht einflößende Theorie. 

Die graue Praxis sieht indes weniger glanzvoll aus. An dieser Stelle wäre vielleicht zur Klarstellung eine Erklärung angebracht, nämlich: Was hat eine Wetterbehörde mit Tsunami-Warnungen zu tun? Die Antwort darauf ist kurz: Sehr viel. Das liegt zum einen daran, dass auch Tsunamis geophysikalischen Naturereignissen folgen und ihre zerstörerischen Folgen an Land (Überflutung, Verwüstung, Massensterben) so sehr anderen Flutkatastrophen ähneln (Hochwasser, Sturmflut), mit dem Unterschied, dass die Verheerungen in der Regel viel schneller geschehen und noch viel verhängnisvoller sind. Und zum anderen liegt es an Geld. Anstatt also extra nur auf Tsunami-Warnungen spezialisierte Behörden zu bilden, entschloss man sich, diese Dienststellen bei den nationalen Wetter- bzw. Ozeanographiebehörden anzusiedeln, die ja ohnehin die Pflicht haben, rund um die Uhr die Natur und Umwelt zu beobachten und bei drohender Naturgefahr für Leib und Leben Alarm zu schlagen. So ist das bei der amerikanischen Wetter- und Ozeanographiebehörde: National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), so ist das im Falle der Japan Meteorological Agency (JMA) und beim Thai Meteorological Department (TMD) - sie sind für Tsunami-Warnungen zuständig und verantwortlich. Das Ergebnis dessen, wie dies am 26. Dezember 2004 bei der NOAA, JMA, TMD und DWD funktionierte, war ein Berg aus 300.000 Leichen, darunter waren über 550 deutsche Bundesbürger und insgesamt ein paar Tausend Touristen. Der kriminelle DWD-Saustall rührte nach dem monströsen Seebeben im Sundagraben keinen Finger, um entsprechende Warnungen an die deutschen Inlands- und Auslandsmedien (Rundfunk und Fernsehen) sofort durchzugeben, obgleich gerade diese damals zwar nicht die einzigen aber sehr wohl die wichtigsten waren, um die breite Öffentlichkeit in Deutschland und die deutschen Touristen im Ausland wirksam vor der drohenden Lebensgefahr zu warnen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass im Kollektiven Bürokratischen Freizeitpark, zu dem ausnahmslos alle deutschen Sicherheitsbehörden gehören, statt pflichtgemäß zu arbeiten und für die Sicherheit des Bürgers zu sorgen, dass dort bei den nicht dienstbereiten Pennern, Schlampern und Taugenichtsen im Dauerkoma, Dauerurlaub oder Dauersuff nur geschlampt, gepennt und außer einer Alibi-Beschäftigung gar nicht pflichtgemäß gearbeitet wird. 

Als sich  am zweiten Weihnachtstag 2004 das zeitlich (8-10 Minuten) und räumlich (1400-1600 km) längste Beben überhaupt und das (seit Mai 1960) zweitstärkste je registrierte Beben der Magnitude 9.3 ereignete, ein weltweit in wenigen Minuten registriertes und lokalisiertes Monsterbeben, das ein Energieequivalent von Millionen der Hiroshimabomben freisetzte und einen gewaltigen transozeanischen Tsunami auslöste,  war am 26. Dezember 2004 all diese geballte maritime Kraft im zivilen und militärischen Sektor, die für die maritime Sicherheit zu sorgen hatte und den Steuerzahler mit Unsummen belastete also nicht in der Lage, im ozeanweiten Katastrophenfall untereinander und mit den übrigen zuständigen ausländischen GMDSS-Akteuren zu  kommunizieren, den Katastrophenfall auszulösen und dabei - als Bestandteile des weltweiten Schiffswarndienstes und Seenot- und Sicherheitsfunksystems (GMDSS) - dringende und wirksame Warnungen vor dem drohenden Tsunami an die Schifffahrt und an die bedrohten Länder zu übermitteln. Zur globalen zivilen und militärischen Satellitenkommunikation auf See standen der INMARSAT IOR-Satellit und die europäischen MilSatCom-Systeme (Syracuse, Skynet, Sicral, SatComBw) bereit.  

NICHTS HAT FUNKTIONIERT! DAS KOLLEKTIVE VERSAGEN VOR, WÄHREND UND NACH DER KATASTROPHE WAR TOTAL. DIE KRIMINELL FAHRLÄSSIG UNTERLASSENE HILFELEISTUNG DEUTSCHLANDS IM KATASTROPHENFALL AN DIE AHNUNGS-, ARG- UND HILFLOSEN LANDSLEUTE  WAR EIN VERBRECHEN DES STAATES GEGEN SEINE BÜRGER UND GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT!

Hamburg hat dabei fleißig und kriminell mitgemacht - nicht zum ersten Mal. Dabei hat sich gezeigt, dass es überhaupt keine Rolle spielt, wo sich die Flutkatastrophe ereignet: im fernen Thailand oder mitten in der Stadt. Bei der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 kam es zu einer Flutkatastrophe   an der deutschen Nordseeküste. Ungeachtet der Flutkatastrophe von 1953 (Hollandsturmflut mit über 1800 Todesopfern in den Niederlanden) wurden Elbdeiche nicht erhöht und viele andere hielten den Fluten nicht stand. Insgesamt waren 340 Tote zu beklagen. Hamburg war mit 315 Todesopfern (deren Namen bis heute keiner kennt und keiner gedenkt - Stichwort: Deutsche barbarische Erinnerungs- und Gedenkkultur) außergewöhnlich schwer betroffen. Ursächlich für das Ausmaß der Katastrophe in Hamburg waren gravierende städtebauliche und verwaltungsorganisatorische Mängel, konkret technisch unzureichende und sich teilweise in einem schlechten Pflegezustand befindliche Deiche und andere Hochwasserschutzeinrichtungen, fehlende Notfallvorsorge für den Katastrophenfall, fehlendes Krisenmanagement, organisatorisches Chaos und schlichte behördliche Schlamperei.
Aus dieser Lektion wurden keine Lehren gezogen. Um das akut bedrohte Leben der deutschen Bürger und Steuerzahler, die den Behördensaustall finanzieren und am Leben halten, kümmerte sich 1962 und 42 Jahre später im Jahre 2004 keine behördliche hanseatische und keine sonstige Sau. In den thailändischen zum Bersten vollen Hotels, die überall den Empfang der Deutschen Welle TV gewährleisteten, war es sogar möglich, vor dem kommenden Tod direkt im Hotelzimmer zu warnen. Trotz zweistündiger Vorwarnzeit kam von dem kriminellen Saustall in der deutschen Heimat kein Alarmzeichen, jedwede Warnung unterblieb. So konnte das Tsunami-Desaster 2004 seinen Lauf nehmen und seine blutige Ernte einfahren. Das deutsche Volk hat mit Hunderten Getöteten und Tausenden Betroffenen einen hohen Blutzoll zahlen müssen und die hierzulande Verantwortlichen für das Tsunami-Massaker haben jede Menge Dreck am Stecken, weshalb die deutsche Tsunamiopfer-Liste durch die kriminelle Bundesregierung bis heute unter Verschluss gehalten wird.

Das ist unsere auf maritime Aspekte orientierte und auf Deutschland bezogene Erklärung dafür, warum es damals nach unabwendbaren katastrophalen Naturereignissen (Seebeben, Tsunami) zu einer abwendbaren menschengemachten, sprich in Entstehung und Ausmaß von Menschen verschuldeten Tsunami-Katastrophe kam und wo nach Tätern, Mittätern und Schuldigen, die klar benennbar sind, gesucht werden muss, nämlich vor allem in den eigenen Reihen. Der hanseatische und bundesdeutsche Saustall unterscheidet sich eben in vielerlei Hinsicht nicht im Geringsten vom gewöhnlichen Schweinestall. Und in diesem Schweinestall gibt es sehr viele Schlächter und Verbrecher, an deren Händen Blut ihrer massakrierten Landsleute klebt und die dafür in keiner Weise und zwar weder dienstlich noch politisch und weder zivilrechtlich noch strafrechtlich belangt wurden - ein zivilisatorischer Bruch mit der Moral und den Normen des Rechtsstaates und eine Schande des Jahrhunderts!

Deutschland - nach Selbstauskunft und Eigendarstellung die großartigste Demokratie der Welt schlechthin - hat 35 Jahre lang seine Kriegsverbrechen verdrängt und unter der Decke gehalten und seine Opfer gedemütigt, verhöhnt und mit ihrem Schicksal allein gelassen. Den deutschen Tsunami-Opfern 2004 ist nicht anders ergangen: Mauern, Vertuschung, Lügen in der Lügenpresse, Rechtsbruch durch Verweigerung der Gerechtigkeit und Aufklärung und bösartige Unterlassung der Hilfeleistung an die Überlebenden und Hinterbliebene. Sowohl der Hamburger Senat als auch die Hamburger Bürgerschaft taten nichts, um die verhängnisvolle in Entstehung und Ausmaß von Menschen herbeigeführte Katastrophe, in der auch Hamburger Bürger gewaltsam und grausam umkamen, aufzuarbeiten. Wie die Nazis mit der Wahrheit und mit ihren Opfern umgegangen sind, weiß jeder... Nicht jeder weiß allerdings, wie dies konkret in Hamburg geschah: ein wenig glanzvolles und ruhmreiches Kapitel in der Geschichte der Hansestadt, die sich selbst als Tor zur Welt definiert (noch ein Mythos!)... adäquat wäre: Tor zur Welt der NS-Vergangenheit. Dieses dunkle Kapitel fand nach dem Tsunami-Desaster am 26. Dezember 2004 - der größten deutschen humanitären Katastrophe in der Nachkriegszeit - hier in Hamburg seine  skandalöse, beschämende und blamable Fortsetzung.  


Der neue US-Präsident Trump fragte in einem anderen Kontext heute:
“Are we living in Nazi Germany?”
Darauf antworten wir:
We are living here, Mr. Trump, more precisely speaking in Post-Nazi Germany.
Und speziell auf Hamburg, einer Stadt mit vielen Leichen im Keller, bezogen: 
Außen hui, innen pfui!

Donnerstag, 12. Januar 2017

HELENA IM SOMMER 2015

Die Bilder der HELENA im Sommer 2015 zeigen ein verwildertes mit allerlei Gerümpel umstelltes Liegeplatzgrundstück und ein verwittertes Schiff im forgeschrittenen Stadium des Verfalls. Mangels Belüftung und Heizung kam es zur Schimmelbildung am Schiff und Inventar. Das ist das Zerstörungswerk des Mobbing-Vereins namens Yacht-Club Wilhelmshaven e.V. und seiner kriminellen Clique, die den Verein leitet und allen Ahnungslosen seine Gemeinnützigkeit vorgaukelt.